Process B

Soll ein besonders niedriger Phosphorgehalt von unter 0,1 mg/l erzielt werden, stellt laut mehreren Studien ein Reinigungsschritt mit direkter chemischer Fällung durch einen DynaSand-Filter die kosteneffizienteste und zuverlässigste Methode für kommunale Kläranlagen dar.

Die mechanische Filtration des abfließenden Wassers im Prozess führt zu einer sehr effizienten Entfernung des an Partikel gebundenen Phosphors. Um den Phosphorgehalt auf ein sehr niedriges Niveau zu senken, muss auch der gelöste Phosphor entfernt werden. Dies geschieht durch Kontaktfiltration mit Aluminium- oder Eisensalzen als Fällungsmittel. Der Gesamtphosphorgehalt kann in Abhängigkeit von der Metallsalzdosis geregelt werden. Mehrere kommunale Anlagen mit geringen Konzentrationsanforderungen erreichen bei erhöhter Dosierung oft Werte unter 0,05 mg/l Ortho-Phosphat.

Das Spülwasser aus den DynaSand-Filtern wird entweder zu Eindickern oder in vorherige Absetzbecken der Anlage zurückgeleitet.

Umgang mit hohen Partikelkonzentrationen
DynaSand-Filter verfügen über eine kontinuierliche Filtration und eine effiziente Rückspülung, die entweder kontinuierlich oder intermittierend erfolgt, die so genannte DynaSand WWR (Waschwasserreduzierung). Hierdurch ist es möglich, die Schwankungen des Partikelgehalts im Zulauf auszugleichen. Bei kurzzeitigem Schlammaustritt aus der vorgeschalteten Sedimentation können DynaSand-Filter Partikelkonzentrationen von bis zu 400 mg/l AFS verkraften und gleichzeitig die Ausgangskonzentration aufrechterhalten. Solche Zulaufkonzentrationen können mit vielen anderen Behandlungsmethoden nicht wirksam reduziert werden.

Eine umfangreiche Phosphorentfernung mittels Filtration im DynaSand Filter kann auch mit einer abschließenden Denitrifikation im selben Behandlungsschritt kombiniert werden. Da das Wasser in der letzten Aufbereitungsstufe nur wenig natürlichen Kohlenstoff enthält, muss oft eine externe Kohlenstoffquelle hinzufügt werden, was direkt vor dem Filter geschieht. In diesem Fall wird in der Regel eine etwas größere Filterbetthöhe gewählt, um bessere Bedingungen und mehr Fläche für denitrifizierende Bakterien zu schaffen.

Eingangswerte Ausgangswerte:
AFS: 10-100 mg/l AFS: 2-5 mg/l
P-tot: 0,2-5 mg/l P-tot: > 0,1 mg/l Pt

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